Die Informationsplattform für Prävention im Praxisalltag

Suizidalität

Inhalt

Suizidalität muss jederzeit direkt, offen und mit konkreten Worten angesprochen werden.

Ein Suizidalitäts-Screening mittels Alarmfrage ist angezeigt bei:

  • Hinweisen auf depressive Symptome wie Hoffnungslosigkeit, wenig Zukunftsperspektiven, sozialem Rückzug;
  • indirekten Äusserungen zu Suizidalität (z.B. “ich möchte nicht mehr aufwachen am Morgen / leben”);
  • einem Ausbruch einer körperlichen oder psychischen Erkrankung, welche grosse Einschränkungen nach sich zieht;
  • einem bedeutsamen sozialen Verlust oder grossen psychosozialen Belastungsfaktoren;
  • plötzlicher Zustandsverschlechterung oder -verbesserung z.B. im Verlauf einer psychiatrischen Erkrankung.

Insbesondere bei vergangenen Suizidversuchen oder Suizidereignissen in der Familie oder im sozialen Umfeld des Patienten/der Patientin.

Die Alarmfrage lautet:

«Wenn sich Menschen länger in ähnlichen schwierigen Lagen befinden wie Sie, würden sie am Sinn des Lebens zweifeln. Haben Sie in letzter Zeit daran denken müssen, nicht mehr leben zu wollen?»

Wird die Alarmfrage positiv beantwortet, ist eine weitere Exploration der Suizidgedanken, -pläne oder -handlungen in einem individuellen Gespräch notwendig. Bei Suizidgefahr und fehlender Behandlungsbereitschaft muss eine ärztliche fürsorgerische Unterbringung in eine stationäre psychiatrische Klinik erwogen werden.

Tools zu Suizidalität bei Erwachsenen

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Angehörige von suizidgefährdeten Personen unterstützen

Die Broschüre fokussiert auf fünf prioritäre Bedürfnisse von Angehörigen und vermittelt Fachpersonen Grundsätze, wie sie diesen Angehörigenbedürfnissen in ihrem Berufsalltag Rechnung tragen können.

Zum Dokument (PDF, 10 Seiten)

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Exploration der Suizidgedanken, -pläne oder -handlungen

Mögliche Fragen zur Exploration der Suizidgedanken, -pläne oder -handlungen

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Notfallplan erstellen

Anleitung zum Erstellen eines Notfallplans.

Zum Dokument (PDF, 1 Seite)

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Suizidrisiko und Handlungsempfehlungen

Auflistung der Risikofaktoren, Tabelle zur Bestimmung des Suizidrisikos mit entsprechenden Handlungsempfehlungen.

Zum Dokument (PDF, 1 Seite)

Unterlagen zur Abgabe an Patient/-innen (3)

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Klinikaufenthalt bei Suizidalität

Die Broschüre informiert über den Klinikaufenthalt bei Suizidalität und beantwortet häufige Fragen von Angehörigen rund um einen Klinikaufenthalt.

Zum Dokument (PDF, 20 Seiten)

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Reden kann retten

Der Flyer mit integrierter Notfallkarte bietet Informationen für Betroffene und Angehörige rund um suizidale Krisen und gibt eine Übersicht über die wichtigsten Anlaufstellen und Hilfsangebote.

Zum Dokument (PDF, 9 Seiten)

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Sicherheitsplan

Mit dem Sicherheitsplan halten suizidgefährdete Personen – begleitet von einer Fachperson – fest, was sie im Krisenfall tun können, um eine suizidale Krise frühzeitig zu unterbrechen.

Zum Dokument (PDF, 4 Seiten)

Suizidalität bei Kindern

Auch bei Kindern und Jugendlichen sind Suizidgedanken -pläne und vollendete Suizide durchaus möglich. Beim Vorliegen von depressiven Symptomen muss Suizidalität immer im Einzelfall abgeklärt werden. Dabei soll Suizidalität offen, angstfrei und direkt angesprochen werden.

Hinweise auf Vorliegen von Suizidalität:

  • Sozialer Rückzug
  • Vernachlässigung des Äusseren
  • Deutliche - für die Person untypische Verhaltensänderung
  • Pflicht- und Alltagsvernachlässigung
  • Substanzmissbrauch
  • Depressionssymptome
  • Leistungseinbruch
  • Intensive Beschäftigung mit dem Thema Tod (Zeichnungen, Lektüre)
  • Vorausgegangene eigene Suizidversuche oder Suizidversuche im Umfeld

Tools zu Suizidalität bei Kindern

... für die Ärzteschaft und Medizinische Praxis-Fachpersonen (1)

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Exploration und Behandlungsmassnahmen

Fragestellungen zur Exploration der Suizidgedanken, -pläne oder -handlungen von Kindern und Jugendlichen.

Zum Dokument (PDF, 1 Seite)

Weiterführende Dokumente

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